Als Kombinationspräparate (Composita) bezeichnet man in der Arzneimitteltherapie Medikamente, die zwei oder mehrere Wirkstoffe enthalten. Diese Kombination von Wirkstoffen bietet eine verbesserte Wirkung oder eine Erweiterung des Wirkungsspektrums.

Der Einsatz von Kombinationspräparaten kann aus mehreren Gründen erfolgen. Hier dazu einige Beispiele:

  • Wirksamkeit kann verbessert werden
  • Reduktion von Nebenwirkungen
  • Die Kombination von Stoffen in einem einzigen Medikament vereinfachet die Einnahme
  • Dadurch kann die Therapietreue (Compliance) verbessert werden
  • Resistenzentwicklungen können vermindert werden

Wissenswert: Das Gegenstück zu einem Kombinationspräparat ist ein Monopräparat – dieses enthält nur einen Wirkstoff. Eine entsprechende Kombinationstherapie beinhaltet übrigens nicht immer auch Kombinationspräparate. Eine solche Therapie kann auch mit Monopräparaten durchgeführt werden.

Beispiel für Kombinationspräparate

Ein einfaches und namhaftes Beispiel stellt Aspirin® plus C dar – dieses enthält Acetylsalicylsäure sowie auch Vitamin C. Auf diese Weise werden verschiedene Wirkmechanismen kombiniert. Auch viele frei verkäufliche Schmerzmittel sind Kombinationspräparate. Beispielsweise Thomapyrin® oder Neuralgin®. Viele Medikamente gegen Reiseübelkeit beheben mit Koffeinzusätzen die Müdigkeit.

Ein weiteres Beispiel bieten Kombinationspräparate gegen allergisches Asthma  – diese enthalten einen Wirkstoff gegen den allergischen Prozess und ein weiteren Wirkstoff der die Bronchien erweitert.

Nachteile von Kombinationspräparaten

Kombinationspräparate bringen viele Vorteile mit sich – haben aber auch einen entscheidenen Nachteil: Die einzelnen Stoffe können unterschiedlich lang wirken. Dadurch sind auch Wechselwirkungen denkbar. Für manche Anwendungsgebiete wird die fixe Kombination von mehreren Wirkstoffen kritisch betrachtet.

Synonyme: Kombipräparate, Kompositum, Fixkombination, Comp, Composita

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